Verkehr, Glasfaser-Ausbau, Flüchtlinge und Kanal-Situation Tomp als Themen beim "40. Hardter Gespräch"

Bezirksbürgermeister (Nord) Michael Hildemann begrüßte die rund 50 anwesenden Personen im Hardter Pfarrheim (Alexander-Scharff-Straße). Markus Fondermann als zukünftiger "Bezirksverwaltungstellenleiter NORD" (ab 1.4.2026) unterstützte ihn bei einigen Themen. Die traditionelle Vorstellungsrunde, bei welcher sich jeder der Anwesenden kurz vorstellte und dabei Anliegen nennen konnte, fiel aus, weil es nach Meinung von Herrn Hildemann zu viele Teilnehmer waren. Stattdessen sollten aus dem Publikum Wortmeldungen zu Themen erfolgen, die dann besprochen würden. Es folgten schnell 14 Meldungen, die teils ähnliche Themen als Inhalt hatten. Diese wurden dann näher besprochen.


Verkehr an der Kreuzung Hardter Landstraße / Winkelner Straße

Michael Kaysers berichtete, dass es extrem schwierig sei zu Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen in die Hardter Landstraße einzubiegen oder diese zu überqueren (besonders für Radfahrer oeder Fußgänger). Wegen der zahlreichen Verkehrsunfälle an dieser Stelle schlug er einen Kreisverkehr vor. Dies war jedoch bereits vor 15 Jahren ein Thema, welches nicht umgesetzt werden konnte. Es scheiterte an Zuständigkeiten und dem Willen, an dieser Stelle einen Kreisverkehr zu bauen. Die "Bischofsmützen" haben das Probelm jedenfalls nicht gelöst. Ralf Hennekes verwies auf den Kreis Viersen, der zahlreiche Kreisverkehre in den letzten Jahren eingerichtet habe. Michael Hildemann antwortete, dass es in den Kreisen einfacher sei einen Kreisverkehr einzurichten, als in den kreisfreien Städten. Er wolle sich aber mit "Straßen.NRW" zu diesem Thema austauschen.


Verkehrssituation Winkeln / Winkelner Straße

Christian Tschölke aus Winkeln meldete sich und schilderte, dass durch Messungen (2018-2021 gegen 2023-2024) nachgewiesen wurde, dass der Verkehr durch Winkeln deutlich zugenommen hat. Durch die aktuelle Kanal-Baustelle ist dies nicht der Fall, aber nach Abschluss der Bauarbeiten wird diese Situation erneut befürchtet. Vermutlich sei dies auch eine Folge der Tempo-30-Regelung auf der Vorster Straße in Hardt. Er schlug vor, auch in Winkeln im Ortsbereich eine Tempo-30-Regelung zu schaffen. Michael Hildemann antwortete, dass alle Straßen, die nicht als Vorrangstraße klassifiziert wurden, eine Tempo-30-Regelung erhalten können. Die Tempo-30-Regelung auf der Vorster Straße werde aktuell breit diskutiert. Es laufe eine Diskussion, ob die Berechnung der Lärmbelastung korrekt erfolgt war. Gerd Brenner sagte, dass Tempo 30 wegen einer EU-Richtlinie erforderlich sei.
Hermann Behrens erklärte, dass der Lärmaktionsplan nicht den kompletten Straßenverlauf durch Hardt (Vorster/Tomper Straße), sondern lediglich einzelen Abschnitte. Michael Hildemann sagte, dass die Berechnungen aktuell überpr&uum;ft werden sollten. Es gibt auch Menschen, die bei Bebauungen überall Tempo 30 haben möchten. Marcel Hülsers führte aus, dass Tempo 40 im 3. Gang leiser wäre als Tempo 30 im 2. Gang. Klaus Barthels brachte an, dass die jetztige Regelung für viele Anwohner, die direkt an der Straße wohnen, deutliche Verbesserungen geracht hat. Es fehler aber eine Fußgängerquerung im Vorst. Eine weitere Bürgerin informierte, dass der LKW-Verkehr zunehmend die Tempo-30-Regelung auf der Vorster Straße mit Ampeln über ddie Stra&Szlig;e "Am Kirschbaum" umfahre. Michael Hildemann sagte zu, den Lärmaktionsplan und die Berechnungen sowie die Abstände der Bebauungen zu prüfen.


Status Glasfaser-Internet in Hardt (Deutsche Giganetz)

Dietrich Franke fragte, wann es denn mit dem Ausbau in Hardt losgeht. Hardt wurde offensichtlich vom Anbieter wieder nach hinten geschoben. Ralf Hennekes ergänzte, dass nach aktueller Information der Ausbau in Hardt im vierten Quartal 2026 beginnen soll (war ursprünglich für Sommer 2024 geplant). Michael Hildemann will eine Anfrage an den Gigabit-Koordinator der Stadt stellen.


schlechter Zustand bei Bischofsmützen an der Hardter Landstraße

Georg Schiffer teilte mit, dass er bereits vor 1,5 Jahren angesprochen habe, dass es viele defekte "Bischofsmützen" sowie deutlichen Grasbewuchs gibt, aber niemand kümmert sich darum. Dazu soll bei der "Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetrieben" (mags) sowie bei "Straßen.NRW" nachgefragt werden.


Verkehrssituation an Gesamtschule / Grundschule

Nicole Hülsers erklärte, dass die Verkehrskreuzung Karrenweg / Vossenbäumchen eine "Vollkatastrophe" sei. Das Problem verursachen die Eltern der Schul-Kindern bei Beginn bzw. Ende des Unterrichts. Sie fraget, ob es möglich sei, einen Verkehrsspiegel anzubringen, um bessere Einsicht zu bekommen. Von der Polizei wurde die ":Chaos"-Situation bestätigt. Es werden laufend Tickets verteilt und viele "Ansprachen" durchgef&uumL;rt. Leider ohne Erfolg. Mindestens 30 Prozent der Grundschüler werden von den Eltern mit dem Auto gebracht/abgeholt. Der Rest kommt meist mit dem Bus oder mit E-Scootern. Die "Kiss-and-Drop-Zone" in Venn sei genial, aber nur für die Grundschule interessant (aber dann würde der Sportplatz kleiner). Elternvertreter wollen die "Kiss-and-Drop-Zone" aber für beide Schulen. Vorschlag der Polizei: die Eltern sollten die Straße Wehresbäumchen nutzen, um die Kinder aussteigen zu lassen. Michael Hildemann will die Vorschläge prüfen. Alternativ könnte auch eine Schul-Straße diskutiert werden.


Abschiebegefägnis für Flüchtlinge (Ex-JHQ)

Michael Reichmann fragte, ob die Mönchengladbacher Bürger ein Mitspracherecht beim geplanten Abschiebegefägnis im ehemaligen JHQ haben. Das bestehende Gefängnis in Büren sei nicht ausgelastet und daher zu klrären, warum ein zweites gebaut werden soll. Michael Hildemann teilte mit, dass das Thema vor Ort nicht gereglt werden kann, da es eine Landes-/Bundesangelegenheit ist. Das Thema werde morgen (4. März) im Stadtrat diskutiert.


Filmvorführung "Woche gegen Rassismus"

Es erfolgte ein Hinweis mit Flyer-Verteilung zu einer Filmvorfürung "Hotel Europa" am 25. März im BIS sowie die Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 in Mönchengladbach (3. März bis 22. April 2026).


Digitale Anzeige an Bushaltestellen Hardt Markt

Gaby Brenner sagte, dass die digitalen Anzeigen siet Jahren defekt sind. Die NEW wurde angeschrieben und hat mitgeteilt, dass eine Fremdfirma den Auftrag habe. Die Anziegen sollten in nächster Zeit wieder in Betrieb gehen. Gerd Brenner meinte, dass die NEW die Anliegen der Bürger ernster nehmen sollte.


Situation Flüchtslingseinrichtung (ehemalige Schule)

Gerd Brenner informierte, dass ursprünglich meist afghanische und später oft ukrainische Flüchtlinge in der ehemaligen Schule (Winkelner Straße / Glockenstraße) untergeracht wurden. Aktuell seine dort "UMA" (unbegleitete männliche Jugendliche zwishcen 14 und 17 Jahren) hauptsächlich aus Somalia und der Ukraine. Einige Jugendliche aus Hardt unterstützen bei der Integrationsarbeit, die in den letzten Jahren gut und geräuschlos gelungen sei.


Kanalsituation Tomp

Georg Mackes erklärte, dass im Bereich Tomp in den 80er Jahren regelmäßig Hochwasser und Überschwemmungen auftraten. Dies wurde durch den Bau von Regenrückhalte-Becken entschärft. Durch die zunehmende Bebauung und Flächenversiegelung sei die Situation aber wieder verschärft worden (z.B. im Sommer 2025). Markus Fondermann sagte, dass in neuen Bebauungsplänen Starkregen-Ereignisse berücksichtigt werden. Das sei früher und in alten Bebauungsplänen nicht der Fall gewesen. Für die aktuell geplante Bebauung im Bereich Tomp soll dazu bei der NEW nachgefragt werden.


Rückstau am Morgen an der Hauptkreuzung Vorster Straße / Hardter Landstraße

Georg Mackes schilderte, dass es insbesondere am Morgen zu Rückstau kommt durch die Vorrangsteuerung für den Verkehr. Zu beobachten sei ein zunehmender LKW-Verkehr, der offensichtlich die Strecke als Ausweich-Route zur Maut-Regelung auf der Autobahn nutze. Michael Hildemann fragt nach, welche Regelungen zur Verkehrssteuerung gelten.


Förderung durch Quartiersbugdget bzw. Bezirkshaushalt

Ralf Hennekes bat um Darstellung der Förder-Möglichkeit und dankte für die erhaltenen Mittel für Projekt in Hardt in den vergangenen Jahren. Michael Hildemann sagte, dass jeder entsprechende Anträge stellen kann. Es gibt klare Richtlinien. Die Vergabe erfolgt bei kleineren Beträgen aus dem Quartiersbudget direkt durch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Den Rest entscheidet der Sozial-Ausschuss. Fü den Bezirkshaushalt Nord kann jeder bis Ende April entsprechende Anträge stellen. Über die Zuteilung entscheidet die Bezirksvertretung.


Ortseingang Hardt / Hehler

Es wurde moniert, dass es am Ortseingang immer noch keine Überquerungshilfe gibt. Wann werde dies umgesetzt? Markus Fondermannn teilte mit, dass dies beschlossen sei, aber die Umsetzung sei noch offen. In der Verkehrsverwaltung gibt es eine hohe Zahl von unbesetzten Stellen (nur 4 von 11 Stellen besetzt). Markus Fondermannn fragt aber nach dem Zeitplan für die Umsetzung.

Verschiedenes

Es wurde gefragt, ob die Vorstellung einer Notfallplanung (wie in Windberg) in Hardt möglich sei.

Mönchengladbach-Hardt, im März 2026
© Ralf Hennekes


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