Bezirksbürgermeister (Nord) Michael Hildemann
begrüßte die rund 40 anwesenden Personen in der
Mensa der Hardter Gesamtschule.
Markus Fondermann als zukünftiger "Bezirksverwaltungstellenleiter NORD" (seit 1.4.2026)
unterstützte ihn bei einigen Themen.
Die traditionelle Vorstellungsrunde,
bei welcher sich jeder der Anwesenden kurz vorstellte und dabei Anliegen nennen konnte,
fiel erneut aus.
Stattdessen sollten wieder aus dem Publikum Wortmeldungen zu Themen erfolgen, die dann besprochen würden.
Es folgten schnell einige Meldungen, die teils ähnliche Themen als Inhalt hatten.
Diese wurden dann näher besprochen.
Die meisten Anwesenden hatten die geplanten Windräder im Hardter Wald genannt.
Radweg an der Hardter Landstraße in schlechtem Zustand
Thomas Ernst berichtete, dass sich durch Baumwurzeln der Radweg an der Hardter Landstraße
in Fahrtrichtung Hardt nach Rheindahlen insbesondere im Abschnitt zwischen Pastorenkamp und Karrenweg
angehoben habe und dies zu Stolperstellen für Radfahrer und Fußgänger geführt habe.
Es wurde vorgeschlagen, dass Verbundpflaster ("Knochen") zu enfernen und
stattdessen eine wassergebundene Wegstrecke einzurichten (wie an der Winkelner Straße).
Windräder im Hardter Wald?
Wie ist der Stand der Dinge? wurde gefragt, nachdem die
Presse zuvor berichtet hatte,
dass vier neue Windräder im Bereich des Hardter Waldes gebaut werden sollen.
Michael Hildemann meinte, das JHQ sei Sache der
Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben)
der dieses Gelände gehöre.
Regionalplanung Düsseldorf und Flächennutzungsplanung sehen einen Windernergiebereich vor.
Inzwischen liegt zum JHQ eine Machbarkeitsstudie vor,
wonach es verschiedene Interessenten gibt:
das Land NRW plant weiter mit einem Zoll-/Polizei-Übungsbereich und einem Abschiebe-/Rotationsgefägnis,
die Bundeswehr möchte eine militärische Teil-Nutzung.
Für den geplanten Windenergiebreich gibt es bereits Interesse von einem Investor.
Zwei der geplanten vier neuen Windräder sollen auf dem Privatgelände eines Landwirtes aufgestellt werden.
Die Gesetze des Bundes schreiben eine Verteilung der Windräder auf die Bundesländer vor.
Der zunächst im Gebiet Buchholz geplante Windenergiebereich ist entfallen.
Der Regierungsbezirk Düsseldorf muß insgesamt rund 4.000 Hektar ausweisen.
Dafür sind auch Teile des JHQ geplant.
Michael Hildemann kann auf Wunsch Auszug aus dem Regionalplan zur Verfügung stellen.
Die genaue Position der geplanten Windräder blieb an diesem Abend "unklar".
Ein Bürger meinte, dass dem Amtsblatt zu entnehmen sei, dass zwei Windräder im Bereich
Leloher Weg / Waldnielder Weg (und damit im Wald) geplant sind.
Es wurde zugesagt verwaltungsintern genauere Informationen zu erfragen.
"Wie lange dauert es, bis eine Antwort dazu vorliegt?" wurde gefragt.
Markus Fondermann (Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Nord) antwortete,
dass die Auskünfte verwaltungsintern Zeit brauchen.
Mölicherweise könnte zu den nächsten Hardter Gesprächen eine kundige Auskunftsperson
eingeladen werden.
Es wurde vorgeschlagen, zu diesem Thema einen Sondertermin durchzuführen.
Abschiebegefägnis für Flüchtlinge (Ex-JHQ)
Auch hierzu wurde gefragt, wie der Stand der Dinge ist.
Markus Fondermann erläuterte, dass im Bereich des ehemligen JHQ die EAE (Erstaufnahme-Einrichtung für
Flüchtlinge), Übungsgelände für Zoll und Polizei sowie THW und nun das Abschiebegefängnis
(als Rotationsgefägnis) geplant sind.
Die Pläne der Stadt Mönchengladbach für ein Gewerbegebiet im Ex-JHQ
wurden die Intervention des Bundes gestoppt.
Der Bund plant nun auf den Flächen, die für Zoll und THW geplant waren, eine militärische Nutzung.
Er bot an, dass eine Kollegin aus der Stadtverwaltung informieren könnte, wenn die Planungen konkreter sind
(die betroffenen Bereiche betreffen nicht nur den Stadtbezirk Nord, sondern teilweise auch West).
Für das Gefägnis sind Insassen zur zeitnahen Abschiebung geplant.
Es sei dazu auch die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich (dauert vermutlich rund ein Jahr).
Ratsherr Fred Hendricks ergänzte, dass die Stadt ursprünglich ein Gewerbegebiet geplant habe,
was aber inzwischen durch die Bundeeswehransprüche gestoppt wurde, da diese Vorrang habe.
Es sei eine Abschiebeanstalt (kein Gefängnis und kein offener Vollzug) geplant.
Den Bebauungsplan müsste die
Stadt Mönchengladbach
erstellen (bei deutlichen Verzögerungen macht dies
das Land NRW selbst). Darin sind dann die Interessen der Stadt zu berücksichtigen.
Verkehrssituation an Gesamtschule / Grundschule
Anwohner schilderten, dass Schilder zu Halteverboten am Thelenkamp ignoriert würden.
Insbesondere in Höhe des Spielplatzes stehen täglich immer wieder PKWs als "Abholverkehr"
und durch gegenüber abgestellte Fahrzeuge, Wohnwagen und Anhänger sei die Straße Thelenkamp sehr
unübersichtlich und gefährlich.
Zusätzliches Problem sind die Elektroroller, die mit hoher Geschwindigkeit "durchrauschen".
Die Polizei wurde bereits mehrfach angesprochen ("ist aber machtlos").
Ist das Ordnungsamt zuständig? (ruhender oder fließender Verkehr?)
Markus Fondermann erklärte, dass rollende Kraftwagen "fließender Verkehr" sind.
Der "Rest" eigentlich nicht. Ausnahme: der Motor läuft und Person im Fahrzeug,
dann ist es "fließender Verkehr".
Solange mindestens eine Person im Fahrzeug ist, die das Fahrzeug starten kann,
ist es ebenfalls "fließender Verkehr".
In diesen Fällen ist die Polizei zuständig, sonst das Ordnungsamt.
Michael Hildemann schlug vor, die Einrichtung einer Schulstraße zu prüfen.
Die Einrichtung eine "Kiss-and-Drop-Zone" müsste baulich geprüft werden.
Ob das Parken in einer Anliegerstraße zulässig ist soll geklärt werden.
(Anmerkung: es gibt dort bislang kein Verkehrsschild "Straße gesperrt"
mit Zusatzschild "Anlieger frei")
Ampelanlage für Kreuzung Winkelner Straße / Hardter Landstraße?
Baulast-Träger an dieser Stelle ist "Straßen.NRW".
Demnach ist die Stadt als Komune nicht zuständig.
Fußweg an der Lärmschutzwand Tomp / entlang der A52
Claudia Beines fragte, warum der bisher duirchgängige Weg entlang der Lärmschutzwand im Bereich Tomp
nun offensichtlich durch Ausbau von Gewerbeflächen unterbrochen wurde und ob das so bleiben soll.
Michael Hildemann sagte zu, dies zu überprüfen.
Bushaltestelle im Wald / Hardter Landstraße (gegenüber Matthiaskapelle)
Die Bushaltestelle gegenüber Matthiaskapelle (in Höhe Schlaaweg) ist gefährlich,
weil dort kleien Straßenbefestigung vorhanden ist (lediglich ein schmaler Grünstreifen).
Michael Hildemann sagte zu, dies zu überprüfen (NEW-Thema).
fehlender Grünschnitt führt zu ungepflegtem Wirtschaftsweg
Der Wirtschaftsweg auf der Nordseite der Vorster Straße in Höhe der Hausnummer 172/174
(neben dem früheren "Vorster Landhaus")
ist nach Auskunft von Anwohnern in einem ungepfelgten Zustand.
Es wurde gefragt, ob dies ein städtischen Eigentum, also ein öffentlicher Weg sei.
Sie fraget, ob es möglich sei, einen Verkehrsspiegel anzubringen, um bessere Einsicht zu bekommen.
Von der Polizei wurde die ":Chaos"-Situation bestätigt.
Es werden laufend Tickets verteilt und viele "Ansprachen" durchgef&uumL;rt.
Leider ohne Erfolg.
Mindestens 30 Prozent der Grundschüler werden von den Eltern mit dem Auto gebracht/abgeholt.
Der Rest kommt meist mit dem Bus oder mit E-Scootern.
Die "Kiss-and-Drop-Zone" in Venn sei genial, aber nur für die Grundschule interessant
(aber dann würde der Sportplatz kleiner).
Elternvertreter wollen die "Kiss-and-Drop-Zone" aber für beide Schulen.
Vorschlag der Polizei: die Eltern sollten die Straße Wehresbäumchen nutzen,
um die Kinder aussteigen zu lassen.
Michael Hildemann will die Vorschläge prüfen.
Alternativ könnte auch eine Schul-Straße diskutiert werden.
Baumpflege Römerkuppe / Kirschbaum
Ein Anwohner berichtete, dass es in Höhe Röerkuppe 3 seit längerem Probleme mit der
Pflege (Rückschnitt) bei Bäumen und Sträuchern gibt.
Die mags
sei bereits mehrfach vor Ort gewesen, aber das Problem sei ungelöst.
Die Einschaltung des Ordnungsamtes habe auch nicht weitergeholfen.
Man wurde nur immer wieder vertröstet.
Michael Hildemann sagte zu eine Telefonnummer zur Nachfrage zur Verfügung zu stellen.
Erste-Hilfe-App / AED-Verfügbarkeit in Hardt
Seit kurzem gibt es in Mönchengladbach eine Erste-Hilfe-App, bei welcher sich auch
Bürgerinnen und Bürger melden können, die im Notfall Unterstützung leisten könnten.
Es wäre sinnvoll und wünschenswerst, wenn es zusätzlich zu den zwei bestehenden AED-Geräten
(in Linden-Apotheke bzw. Volksbank) geben würde, da die vorhandenen Geräte nur während der
Öffnungszeiten der Geschäfte zugänglich sind.
Markus Fondermann sagte, dass die Stadt keine zusätzlichen AED-Geräte anschaffen werde.
Dies sei Sache der Rettungsdienste, der solche Geräte in den Fahrzeugen habe.
Guid Stappmanns ergänzte, dass entsprechende AED-Geräte bereits von der Feuerwehr bestellt wurden.
Die Wache der freiwilligen Feuerwehr in Hardt werde in den nächsten Wochen ein solches AED-Gerät erhalten
und öffentlich zugänglich anbringen (24/7).
Ralf Hennekes ergänzte, dass die neue Rettungswache "Koch/Herdt" bereits im Bau sei und
diese dann zukünftig die Rettungswege auch im Raum Hardt positiv beeinflussen werde.
Begegnungsstätte der AWO
Daniela Herten, die Leiterin der
AWO-Begegnungsstätte Hardt, stellte sich vor und bot Unterstützung an.
Sie schlug vor, die nächten Hardter Gespräche in den Räumlichkeiten der AWO durchzuführen.
Verschiedenes
Die nächsten Hardter Gespräche sollen spätestens am 3. Dezember stattfinden
(genauer Termin und Ort wird noch mitgeteilt).