Rheinische Post - Mönchengladbacher Stadtpost - Dienstag, 19. Mai 2026

GGS Hardt bekommt Küche und Speiseraum für 500.000 Euro


Im neuen Schuljahr sollen doppelt so viele Kinder ihr Mittagessen in der Einrichtung einnehmen können. Dafür sind umfassende Umbauarbeiten nötig. Wie der Zeitplan aussieht und weshalb die Kosten so hoch sind.


Mönchengladbach
Die Ausgaben sind eine Hausnummer: Eine halbe Million Euro investiert die Stadt aus ihrem Haushalt für einen Speiseraum mit Regenerationsküche in der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Hardt. Die Schaffung sei "unabdingbar für die Betreuung und Verpflegung" der Schüler im Offenen Ganztag (OGS), heißt es zur Begründung.

Aktuell wird eine Interimslösung bemüht, für die eine Wand eingezogen wurde, um eine Ausgabeküche in einen OGS-Betreuungsraum zu integrieren. Die etwa 75 Jungen und Mädchen speisen in zwei angrenzenden Räumen. Da ab dem kommenden Schuljahr aber doppelt so viele Kinder versorgt werden müssen, brauche es jetzt den Speiseraum mit Küche, in dem die 150 Schüler in drei Schichten essen können, so die Stadt. Dafür sollen bestehende Werkräume im Kellergeschoss des westlichen Bauteils (von 1965) umfunktioniert werden. Der städtische Fachbereich Schule sowie die Hardter Schulleitung befürworten das den Angaben zufolge.

Die Umnutzung ist allerdings nicht trivial. Es müssen Lüftungsanlagen eingebaut und Elektroanlagen ertüchtigt werden, es braucht einen sogenannten "Fettabscheider" mit Hebeanlage für das Küchenabwasser. Außerdem müssen die Räume und deren Struktur überarbeitet werden. Dazu gehört unter anderem der Einbau einer neuen Innenwand mit Ausgabefenster, der Tausch von Fensterelementen und die Erneuerung der Wand-, Boden- und Deckenbeläge.

Für die letztgenannten Maßnahmen, die als "Baukonstruktion" zusammengefasst werden, sind der Kostenkalkulation zufolge etwa 200.000 Euro veranschlagt. Für die Technischen Anlagen (dazu zählt auch die Sanierung der Grundleitungen sowie die Herstellung der Nebenräume) sind weitere 250.000 Euro fällig, für die Fachplanung 50.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Kosten damit auf 500.000 Euro, die im Haushalt eingeplant sind. Auf diese Weise sollen eine Küche (etwa 30 Quadratmeter), ein Ausgaberaum (36), ein Speiseraum (68) sowie Umkleideräume und Toilettenanlagen für das Personal (zusammen etwa 13 Quadratmeter) entstehen. Die Lüftungszentrale ist in einem fast 14 Quadratmeter großen Raum untergebracht.

Öffentlich vorgestellt wurde die Maßnahme zunächst im Ausschuss für Betriebe und Vergabe, danach war sie Thema in der Bezirksvertretung Nord und im Schulausschuss. Jetzt sollen die Mitglieder des Ausschusses für Betriebe und Vergabe als Betriebsausschuss des städtischen Gebäudemanagements (GMMG) die Planung beschließen. Die Sitzung ist am Mittwoch, 20. Mai, im Rathaus Abtei.

Vorbehaltlich des Beschlusses und der Mittelfreigabe durch den Kämmerer sind Rückbau, Vergabe und Arbeitsbeginn für das zweite Quartal 2026 geplant. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal vorgesehen - möglichst vor Beginn des neuen Schuljahres. Sollte das nicht gelingen, ist vorgesehen, die bestehende Interimslösung auf vier OGS-Räume im Erdgeschoss auszuweiten.


Entnommen aus der Rheinischen Post, Ausgabe Mönchengladbach, 19. Mai 2026


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