Rheinische Post - Mönchengladbacher Stadtpost - Donnerstag, 28. Mai 2026

Politik beschließt 500.000-Euro-Umbau an Hardter Grundschule


Für den Offenen Ganztag braucht es einen Speiseraum mit Küche. Dafür gab es nun grünes Licht. Was geplant ist und was passiert, wenn der Zeitplan nicht eingehalten wird.


Mönchengladbach
Die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Hardt bekommt einen Speiseraum mit Regenerationsküche. Der Ausschuss für Betriebe und Vergabe (ABV) hat die entsprechende Planung einstimmig beschlossen. Der ABV ist der Betriebsausschuss des städtischen Gebäudemanagements (GMMG), in dessen Bereich der Umbau liegt. Dieser wird mit 500.000 Euro kalkuliert, die aus dem städtischen Haushalt kommen.

Die Planung war zuvor von der Bezirksvertretung Nord und dem Schulausschuss zur Kenntnis genommen worden. In der Begründung heißt es, dass ab dem kommenden Schuljahr doppelt so viele Kinder ihr Mittagessen im Offenen Ganztag einnehmen werden - 150 statt bisher 75. Die aktuelle Interimslösung solle nun abgelöst werden.

Dafür werden die bestehenden Werkräume im Keller des östlichen Gebäudeteils umgewandelt. Entstehen sollen ein etwa 68 Quadratmeter großer Speiseraum, ein 36 Quadratmeter großer Ausgaberaum sowie eine fast 30 Quadratmeter große Küche. Zusätzlich werden mehrere Nebenräume hergerichtet. Auch der Einbau einer Lüftungsanlage und eines sogenannten "Fettabscheiders" mit Hebeanlage sowie die Ertüchtigung der Elektroinstallation gehören zur Maßnahme, die deshalb eine halbe Million Euro kosten soll. Für die Baukonstruktion werden etwa 200.000 Euro eingeplant, für die technische Anlage 250.000 Euro und für die Fachplanung 50.000 Euro.

Zwar fallen durch den Umbau die eigentlich seit 2004 genutzten Werkräume im Keller weg. Diese seien aber "in der Schule organisatorisch anders gelöst worden", hieß es vom GMMG in der ABV-Sitzung. Im zweiten Quartal 2026 sollen die Arbeiten starten. Zu Beginn des Schuljahres 2026/27 sollen sie abgeschlossen sein. Das wird jedoch wahrscheinlich nicht einzuhalten sein. "Wir mussten eine Ausschreibung wiederholen. Da es sich um einen kritischen Bauzeitplan handelt, wirkt sich jede Verzögerung auf die Fertigstellung aus", räumte der GMMG-Mitarbeiter ein. So geht das Gebäudemanagement derzeit von einer Fertigstellung bis zum Ende der Herbstferien aus. In der Zwischenzeit könnten die 150 Kinder auch mit der bestehenden Interimslösung versorgt werden. Dann werde in vier statt bisher in zwei Räumen gegessen.


Entnommen aus der Rheinischen Post, Ausgabe Mönchengladbach, 28. Mai 2026


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