Rheinische Post - Mönchengladbacher Stadtpost - Dienstag, 2. Juni 2026
Skateanlage in Hardt nach vier Monaten eröffnet
Mönchengladbach
Bei bestem Frühsommerwetter wurde jetzt die neu gestaltete Skateanlage in Hardt eröffnet - unter einigem
öffentlichen Interesse.
Rund 100 Besucher kamen zur Einweihung der Sportanlage am Birkmannsweg,
die nach etwa einem Jahr Entwicklungszeit fertiggestellt wurde.
Und nicht wenige nahmen die Anlage gleich ganz praktisch in Augenschein.
Von Kindern, die kaum größer waren als manche der eingebauten Skate-Hindernisse,
bis zu Erwachsenen verschiedenen Alters herrschte ein geschäftiger Trubel auf der etwa 30 mal 20 Meter
großen Anlage. Bei einem ersten Trick Contest konnten Besucher direkt verschiedene Preise gewinnen.
"Die Bauarbeiten haben von Februar bis jetzt etwa vier Monate gedauert", berichtete Nicole Hoffmann
vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie bei der
Stadt Mönchengladbach.
Die 250.000 Euro Baukosten wurden komplett von der Stadt übernommen.
Verzögerungen beim Bau habe es auch aufgrund günstigen Wetters nicht gegeben.
Neben der Stadt, die die finanziellen Mittel zur Verfügung stellte,
waren auch die Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe (MAGS),
das Planungsbüro DSGN CONCEPTS und der Skateboard-Verein Rollbrett Union (RBU) am Bau beteiligt.
Das Büro wurde nach Ausschreibung mit der Planung beauftragt und dabei von MAGS und RBU unterstützt.
"Wir haben in der Planung in zwei Workshops mit den Jugendlichen vor Ort und der RBU überlegt,
was hier überhaupt passieren soll.
Allgemein versuchten wir, mit Ausrichtung auf die lokale Szene zu planen",
sagte Ingo Naschold aus dem Planungsbüro.
Die Kinder und Jugendlichen hätten dabei auch einzelne Elemente in Form und Material auswählen können,
hebt Christian Brass von der RBU hervor.
In Hardt wurde demnach auch ein Element aus Granit nach dem Vorbild der schon erprobten Anlage am
Platz der Republik verbaut.
Nach der Planungsphase wurden dann speziell auf den Bau von Skateparks ausgerichtete Firmen beauftragt.
Laut Brass ist das ein großer Erfolg.
"Vor 30 Jahren war hier eine Wiese, auf der einige Jungs in Selbstarbeit erste Hindernisse gebaut haben.
Später wurde dann die Stadt darauf aufmerksam und mittlerweile haben wir hier eine richtige Sportstätte",
sagt er. Daher ist der Park auch primär auf Skateboarding ausgerichtet.
Allerdings werde immer auf alle Sportgeräte Rücksicht genommen werden.
"Skateanlagen sollen für alle da sein.
Das gilt nicht nur für das Niveau, sondern auch für das Fahrgerät.
Die BMX-Fahrer haben zwar Bedenken angemeldet, diejenigen, die Street fahren,
finden hier aber auch einen Platz", ergänzt Planungsleiter Naschold.
Dementsprechend dürfte die sanierte Anlage am Birkmannsweg auch nach dem Eröffnungstag weiter
zahlreiche Fahrer anlocken.