Zum 47. Mal macht sich eine Pilger-Gruppe aus unserer Gemeinde
St.Nikolaus-Hardt
in der Nacht zum Samstag auf den Weg nach
Kevelaer.
In diesem Jahr findet dies
am Freitag, 25. September 2026 statt.
Die Wallfahrt steht in diesem Jahr unter dem Titel
"Raum geben".
Das Pilgern gehört zur Identität von uns Christen.
Die Erfahrungen, in Gottes Schöpfung unterwegs zu sein, sind hilfreich und erhellend.
Unser Pilgern kennzeichnet die Kirche selbst:
Wir sind eine pilgernde Kirche, die nicht statisch und vollkommen,
sondern unterwegs ist, um erneuert zu werden in Christus.
Auf jeder Pilgerreise und Wallfahrt sind Begegnungen möglich, die uns helfen, nicht weg-müde zu werden.
Und dazu ist dann auch immer wieder Zeit für Fragen an mich selber: "Welche Ziele stecke ich mir neu?"
Der Leitgedanke, "Raum geben", lädt dazu ein,
Raum für viele Anliegen zu haben und zu geben.
Raum für unsere Sehnsucht. Raum für unseren Dank. Es gibt Raum für unsere Sorgen und Anliegen.
Raum für Neues und Altbewährtes.
Wer sich auf einen Pilgerweg macht, der gibt den Fragen, Sorgen, Nöten und Anliegen einen Raum.
Dieser Raum wird zu dem Ort, an dem Hoffnung, Tröstung und Mut wieder möglich sind.
Das gilt für unsere persönlichen Anliegen,
aber auch in den Sorgen und Herausforderungen dieser Welt, unserer Zeit und auch der Kirche.
Wir laden dazu ein, in Gemeinschaft auf dem Weg zu sein. Wie in den vergangenen Jahren geht seit 1980 eine Gruppe von Mitgliedern der St.Nikolaus-Bruderschaft sowie weiteren Pilgern den gesamten Weg (mehr als 50 Kilometer) von Hardt nach Kevelaer zu Fuß. Wem Jerusalem oder Rom zu weit weg und einer der Jakobswege zu lang ist, der kann gerne einmal mitgehen. Da es bedingt durch die nächtliche Zeit kaum Möglichkeiten zur Einkehr gibt sind seit Jahren ein oder zwei Begleitfahrzeuge samt entsprechendem Fahrer mit dabei.
Den Anfang der Wallfahrt bildet ein Segen in der St.Nikolaus-Kapelle
am Piperlohof. Von dort führt der Weg über Hausen und
Dülken bis zum
Restaurant Haus Berger
nach Dornbusch,
wo die letzte Einkehr vor der langen Nacht gerne angenommen wird.
Auf dem "alten Römerweg" geht es dann Richtung
Straelen über
Feldwege und durch Waldgebiete vorbei an den Krickenbecker Seen.
Lass mich langsamer gehen, Herr.
Der Weg ist lang und unterwegs kehrt selbst in der launigsten Pilgergruppe Ruhe
ein: Jeder besinnt sich auf den Weg, setzt einen Fuß vor den anderen.
Gespräche über private Anliegen und Sorgen oder gesellschaftliche
Probleme kosten Kraft, aber helfen auch auf dem Weg.
Trotzdem kehrt ab und an nicht nur äußerlich Ruhe ein - auch in den
Gedanken. Es gibt dann nur den Pilger und den Weg - alles andere ist Ballast
und schwindet. Das muss es sein, das vielbeschworene Pilger-Gefühl: die
Reduktion auf das Wesentliche, Schritt für Schritt. Es ist auch ein Luxus,
sich Zeit zu nehmen, den Alltag zu entschleunigen. Zeit ist ein kostbares Gut
geworden im Informationszeitalter und bei all den Eindrücken und Bildern
des Alltags. Ein Ausbruch aus der Schnelligkeit des Lebens, dem Hetzen mit den
Verkehrsmitteln im Berufsverkehr. Es ist die Art, sich auf das Wesentliche zu
besinnen, raus aus den Zwängen der Geschwindigkeit. Der Weg lohnt sich.
Unterwegs trifft die Gruppe schon mal auf andere Pilgergruppen, die alle das
gleiche Ziel haben (oder hatten, weil sie schon auf dem Rückweg sind):
die Marienkapelle in Kevelaer.
Über Straelen,
das Spargeldorf Walbeck
und Lüllingen treffen die Pilger zwischen
9.00 und 9.30 Uhr am Marienheiligtum
Kevelaer ein, wo sich alle
schon auf ein gutes Frühstück im
Familienrestaurant "Goldener Schwan"
freuen.
Nach dem Frühstück und einer Erholungspause wird in den letzten Jahren meist die persönlich organisierte Rückreise angetreten.
Am folgenden Sonntagabend werden die Kevelaer-Pilgerer der St. Matthias-Bruderschaft bei ihrer Rückkehr nach Hardt an der St.Nikolaus-Kapelle erwartet, um gemeinsam zur St.Nikolaus-Kirche zu ziehen, wo der Schluß-Segen erteilt wird.
An der Nachtwallfahrt interessierte Personen können sich noch bis zum Wochenende vorher bei Ralf Hennekes eMail: ralf.hennekes@mg-hardt.de melden. Seit 2013 besteht diese Möglichkeit auch für Nicht-Mitglieder der St.Nikolaus-Bruderschaft.