FDP Ortsverband Niederkrüchten - Presseinfo vom 21. August 2007

FDP-Vortrag zum Eisernen Rhein am 21. August in Elmpt

Vor mehr als 80 Besuchern referierte der verkehrspolitische Sprecher der FDP Landtagsfraktion NRW, Dietmat Brockes (MdL) im Ortsverband Niederkrüchten über den derzeitigen Sachstand der Planungen des >Eisernen Rheins<.

Dabei führte Brockes aus, dass der >Eiserne Rhein< als Alternative parallel zur A 52 zurzeit keine Endlösung sei, sondern eine der möglichen Planvorgaben. Er wies darauf hin, dass eine Entscheidung aber dringend notwendig sei, da eine Verdopplung des Transportes des Güteraufkommens auf der Straße bis 2020 zu erwarten sei. Daher sei die Politik gefordert, dem bis dahin zu erwartenden Verkehrskollaps auf der Straße entgegenzuwirken. Die FDP beginne daher heute hier in Niederkrüchten den Dialog mit den Bürgern, und "ich", so Brockes, "werde hier vor Ort nichts anderes sagen als in Düsseldorf. Auf jeden Fall steht fest, dass die Häfen in Rotterdam und Antwerpen absolute Logistikzentren sind, von denen wir entweder profitieren oder darunter leiden." Daher müsse die Politik nach Alternativen suchen, von denen wir auch hier vor Ort profitieren; daher müsse man die Probleme, die mit der endgültigen Planung des >Eisernen Rheins< verbunden sind offen und möglichst objektiv angehen. Der Verkehrsminister Wittke habe daher verschiedene Studien in Auftrag gegeben, um die Vergleichbarkeit der bereits vorliegenden früheren Studien zu gewährleisten. Neu sei dabei die Fortführung des >Eisernen Rheins< parallel zur bestehenden A 52 als Grobskizze einer weiteren Überlegung der Trassenführung. Das hieße aber nicht, so Brockes weiter, dass diese Trassenführung exakt parallel zur bestehenden A 52 verlaufen wird. Diese geplante Trassenführung wird zurzeit weiter untersucht. Da weitere Untersuchungen nicht zu wesentlich neuen Erkenntnissen führen werden, sei bei der möglichen Variante A 52 mit einer Trassenführung zu rechnen, die auch mehr oder weniger von der bestehenden A 52 abweichen wird. Entsprechende Gutachten würden bis Ende 2007 vorliegen. Dabei werden auch die Vor- und Nachteile auf ihre finanzielle Machbarkeit hin überprüft, die von Belgien, den Niederlanden und Deutschland gemeinsam zu entscheiden sind. Verhandelt werde darüber hier in Deutschland, was bisher mehr als schleppend vonstatten gegangen sei. Da die Finanzierung zurzeit nicht ausgereift ist, sei eine kurzfristige Entscheidung nicht zu erwarten. Dabei sei die Frage, wer welche Kosten zu übernehmen habe bereits vom Europäischen Gerichtshof entschieden worden.

"Es ist nun an der Zeit", so Brockes, "dass die Politik mitten in diesem Abwägungsprozess eine Entscheidung fällen muss. Grundbedingung ist optimaler Lärmschutz, der auch ausgedehnt werden kann auf bisher fehlende Lärmschutzmaßnahmen an der bestehenden A 52.

Schließlich sprach der Referent mit der Frage der >Wertschöpfung<, die mit dem möglichen Bau des >Eisernen Rheins< verbunden sein könne, die Planung eines >Logistikzentrums< in Elmpt auf dem ehemaligen Flugplatzgelände an, das auch den neuerdings festgelegten >Sicherheitsstandards< entsprechen würde, die von der Europäischen Union festgelegt, aber auch finanziell unterstützt würden.

Bei einer Planungszeit von 2 Jahren hielt der Landtagsabgeordnete die Realisierung des >Eisernen Rheins< unabhängig von der letztendlich festzulegenden Trasse in 4 - 6 Jahren für realisierbar.


Entnommen aus der Presseinfo vom 21. August 2007

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