Rheinische Post - Wegberg - Montag, 5. September 2022

Stellungnahme zum Regionalplan
Wegberg bleibt weiter beim Nein zum Eisernen Rhein


Die Stadt Wegberg lehnt eine Reaktivierung des Eisernen Rheins für den Güterverkehr weiterhin kategorisch ab. Unterstützt werden soll hingegen eine Wiederinbetriebnahme der Bahntrasse Richtung Roermond für den Personennahverkehr.


von Stephan Vallata

Wegberg (RP). In ihrer Stellungnahme zur Neuaufstellung des Regionalplanes für den Regierungsbezirk Köln haben sich Politik und Verwaltung der Mühlenstadt klar gegen den sogenannten Eisernen Rhein ausgesprochen. Eine Reaktivierung der historischen Bahnstrecke als Güterverkehrsverbindung zwischen Antwerpen und dem Ruhrgebiet lehnt die Stadt "aufgrund der zu befürchtenden erheblichen Beeinträchtigungen durch Lärm- und Erschütterungsbelastungen" weiterhin kategorisch ab. Diese Grundsatzaussage soll nun in den Regionalplan aufgenommen werden.

Anderseits will Wegberg "zur allgemeinen Verbesserung des schienengebundenen Personennahverkehrs" eine Wiederinbetriebnahme der Bahntrasse in Richtung Roermond, Niederlande, ausdrücklich unterstützen. Dieses Ansinnen sollte daher aus Sicht der Verwaltung bei den "Festlegungen für sonstige regionalbedeutsame Schienenplanungen" berücksichtigt werden.

Seitdem Anfang des Jahres bekannt geworden war, dass das Land NRW und die Deutsche Bahn die Teilstrecke zwischen Dalheim und Roermond bis 2040 für den Personenverkehr reaktivieren wollen, schwant Vertretern der ehemaligen Wegberger Bürgerinitiative gegen den Eisernen Rhein Böses. Wenn man Teile der historischen Strecke für den Personennahverkehr wieder eröffne, setze man damit gleichermaßen auch die Hürde für einen möglichen Güterverkehr herab. Dieser könne dann unter Umständen "durch die Hintertüre" realisiert werden, so ihre Befürchtung.



Entnommen aus der Rheinischen Post, Ausgabe Wegberg, 5. September 2022

Siehe hierzu auch Artikel vom 8. Februar 2022:
Wegberg: Die Angst vor dem Eisernen Rhein bleibt


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