Rheinische Post - Mönchengladbacher Stadtpost - Mittwoch, 11. März 2026
Bundeswehr übt eine Woche lang im JHQ
Mönchengladbach (RP).
Etwa 80 Soldaten werden auf dem ehemaligen Militärgelände im Westen Mönchengladbachs im Einsatz sein.
Was bisher zu der Übung bekannt ist.
Soldaten der Bundeswehr sind bis Ende nächster Woche im Übungseinsatz auf dem Gelände des ehemaligen
JHQ ("Joint Headquarters") in Rheindahlen.
Das meldet die Stadt Mönchengladbach.
Die ist wiederum vom Landeskommando Nordrhein-Westfalen über die Übung informiert worden.
Das Landeskommando ist die oberste territoriale Kommandobehörde der Bundeswehr in einem Bundesland.
Damit ist es auch die Schnittstelle zwischen Bundeswehr und den Regierungsbezirken, Landkreisen
und kreisfreien Städten sowie den Kommunen.
Die Übung startet am Freitag, 13. März, und endet am Freitag, 20. März.
Im Einsatz sind laut Stadt Mönchengladbach,
die zusammen mit dem Kreis Viersen und der Stadt Wegberg in Kenntnis gesetzt wurde,
etwa 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht unbemannte Luftfahrzeuge (also Drohnen).
Was genau geübt wird, ist noch nicht bekannt.
Bundeswehr will Fläche im JHQ
Die Streitkräfte haben das JHQ im Westen Mönchengladbachs schon vor vielen Jahren verlassen.
Aktuell befindet sich auf dem mehrere Hundert Hektar großen Gelände eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE),
das Land NRW will dort zudem Inhalt ein Abschiebegefängnis bauen.
Polizei und Zoll nutzen das ehemalige Nato-Gelände regelmäßig für Übungszwecke.
Die Stadt Mönchengladbach wollte im JHQ ein Gewerbegebiet ausweisen.
Dieser Plan musste allerdings verworfen werden.
Denn nach dem Moratorium im Oktober wurde im November 2025 bekannt,
dass das Gelände zwischen Bund und Land aufgeteilt wird.
Die Bundeswehr meldete den Bedarf von 150 Hektar an.