Mönchengladbach-Hardt


  • ca. 2800 JAHRE "OP DE HARDT"


    Hardt bedeutet und bezeichnet die bewaldete Höhe, die Rhein und Maas angeschwemmt haben. Hier waren Ansiedlungen, lange bevor auf dem Gladbacher Hügel die ersten Hütten standen, wie die etwa 2800 Jahre alten Gräber im Hardter Wald beweisen.
    Hardt ist ein Zeilendorf mit den Merkmalen der Waldhufen, von Ost nach West, von Vorst nach Tomp, an der Straße von Mönchengladbach nach Waldniel gelegen. Die alte Straßenkreuzung von Dülken nach Rheindahlen, wohl schon eine alte Römerstraße, bestimmt den Mittelpunkt.
    Im Mittelalter war der Ort schon von Landwehren umgeben.
    Die Abtei hatte schon im 12. Jahrhundert die Einkünfte in Hardt, wie in alten Urkunden zu lesen ist.
    Eine erste Kirche wird im 13. Jahrhundert erwähnt.
    Nicht nur kleine Bauern, sondern auch Handwerker, Spinner und Weber belebten schon früh den von Äckern und Wald umgebenen Ort. Von wenigen größeren Herrenhöfen und Lehen abgesehen, war es die Heimat kleiner Leute, die alles erdulden mußten, statt selber ihr Leben gestalten zu könen. Sie waren Menschen mit Gemeinschaftssinn. Dieser und die lange Geschichte begründen bis heute ihr Selbstbewußtsein.
    Hardt liegt 75m über N.N.

    800 v. Chr. ist nach neuesten Erkenntnissen die Zeit, aus der das Gräberfeld im Hardter Wald stammt.
    1085 n. Chr. war Hardt schon von Landwehren umgeben.
    1116 Erster schriftlicher Beleg für Hardt.
    1135 Die Abtei besitzt den sogenannten Zehnten.
    1170 Die Abtei Gladbach erwarb den Kühlenhof (röm. Gut) von Geldorf von Niederhoven.
    1172 Die Abtei Gladbach erwarb den Kühlenhof (röm. Gut) von Alard von Tüschenbroich.
    1254 Ein Hardter Pfarrer wurde erstmals namentlich erwähnt.
    1311 Hardter Gerichtsschöffen und Hardter Pfarre (parochia de Hardt) wurden beurkundet.
    1399 Der Gladbacher Abt kaufte den "Tüschenbroicher Zehnten" von Hardt.
    1450 Schenkung einer Nikolausfigur durch die Nikolausbruderschaft.
    1451 Gründung der St. Nikolausbruderschaft.
    1473 Walter von Aldenrade verwaltete das Schultheissenamt.
    1481 Die Abtei Gladbach verpachtet den Kühlenhof an Peter Kuylen.
    1495 Vit gene Vorst auf Hennekes Hof ist Pfarrer an der Hardter Pfarre.
    1556 Hardt erhielt vom Herzog von Jülich ein eigenes Schöffensiegel.
    1564 Prozess vor dem Reichkammergericht: Konvent von Neuwerk gegen den Abt von Gladbach wegen des Zehnten im Kirchspiel Dülken (zu Hardt, Mackenstein, Piperloo und Rasseln).
    1599 Die Buschordnung regelt die Nutzung des Kammerforstes.
    1605 Schriftliche Erwähnung der Abteirechte in Hardt.
    1621 Landesherr Fürst Wolfgang Wilhelm ist Herzog von Jülich, Kleve und Berg und Pfalzgraf Bayern.
    1642 Kaulen Hoff (Kühlenhof) verbrennt durch ein Unglück zur Asche.
    1648 Streit um die Bierpreisfestsetzung in Hardt.
    1680 Die Hardter Pfarre wurde selbstständig.
    1741 - 1747 Kirchbau.
    1758 Kriegskontribution siebenjähriger Krieg.
    1770 Hardt gehört zum Jülicher Land.
    1776 am 15. August gibt es einen großen Hagelschlag im Vorster Feld und Kamp.
    1777 Landesherr Herzog Karl Theodor wird Kurfürst der Pfalz Bayern.
    1794 am 14. November setzen die Franzosen eine neue oberste Verwaltungsbehörde (Bezirksveraltung) in Aachen (u.a. Herzogtum Jülich) ein.
    1795 Hardt wurde französisch.
    1797 am 12. März setzen die Franzosen wieder die alte Verwaltungsbehörde (u.a. Herzogtum Jülich und Berg) ein.
    1797 am 23. Januar werden die deutschen Verwaltungsbehörden durch die Franzosen wieder abgeschafft.
    1797 am 15. Juni wird das Roerdepartment eingeteilt: Hardt wird selbstständige Gemeinde im Unteramt Gladbach.
    1801 Bau der 1. Hardter Volksschule auf dem Platz vor der Nikolauskirche durch Peter Bolten.
    1804 Vorst, Winkeln und ein Teil von Hehn werden der Pfarre Hardt zugeschlagen.
    1807 zum 1. Januar wurde die Verwaltungsstelle Hardt aufgelöst und Hardt wurde Gladbach angeschlossen.
    1812 Hehn und Venn werden wieder mit dem Pfarrverband M.Gladbach zugeteilt.
    1815 Hardt wurde preussisch.
    1828 Erwähnung der St. Matthiasbruderschaft.
    1830 Bau der 2. Hardter Volksschule an der Ecke Vorster Straße / Verbindungsstraße (heute Schlippesstraße).
    1836 zum 1. Januar wurde Hardt selbstständige Bürgermeisterei mit Winkeln, Vorst und Hehn.
    1854 Abbruch der alten ehemals St. Maternus-Kirche von 1450.
    1856 - 1858 Bau der heutigen Kirche St. Nikolaus durch Dombaumeister Vincenz Statz aus Kön.
    1857 Gründung der ältesten Karnevalsgesellschaft von M.-Gladbach: Spönnradsbeen.
    1860 Die Hardter Einheit der freiwilligen Feuerwehr wurde gegründet.
    1868 Kamen die Vinzenz-Schwestern nach Hardt und gründen das St.Josefshaus.
    1870 Der Turm der Kirche wird vollendet.
    1897 Gründung des Martinsverein und des Männergesangsvereins Melodia.
    1900 Erste Straßenbahnverbindung.
    1901 Gründung des Turnverein.
    1904 im August wird die Lungenheilstätte (Louise-Gueury-Stiftung) im Hardter Wald eingeweiht.
    1909 Gründung der Frauen- und Müttergemeinschaft.
    1918 - 1926 Belgische Besatzung.
    1923 Gründung des Tambourcorps Gut Klang.
    1925 vom 18. bis 20. Juli fand in Hardt das 51. Gauturnfest des Gladbacher Turngaues statt.
    1929 im Juni wird der Eingemeindungsvertrag zwischen der Stadt M.-Gladbach und der Gemeinde Hardt unterzeichnet.
    1951 500-Jahrfeier der St. Nikolausbruderschaft.
    1951 am 23. und 24. Juli fand in Hardt das I. Bezirksturnfest des Mönchengladbacher Turngaues statt.
    1952 wurde in Hardt an der Volksschule eine Sonderschule für schwachbegabte Kinder eingeführt.
    1954 am 1. Juli findet die Grundsteinlegung für das "Big House" im JHQ statt.
    1954 am 4. Oktober ist die Offizielle Übernahme des "Hauptquartiers der Nordstreitkräfte von Mitteleuropa" (JHQ).
    1955 am 27. April wird durch Pfarrer Herbrecht die Evangelischen Volksschule übergeben.
    1959 Aus der Lungenheilstätte wird die "Hardterwald-Klinik".
    1962 Gründung des Schützenverein Falkenauge.
    1963 - 1966 Schul-Neubau Schulzentrum Vossenbäumchen.
    1965 im Mai wurde die neue Turnhalle mit dem Lehrschwimmbecken darunter am Schulzentrum am Vossenbäumchen bezogen.
    1966 im Mai wurde die neue Grundschule von der evangelischen (Umzug aus Klieverheim) und der katholischen (Umzug von der Glockenstraße) Schule bezogen.
    1968 Gründung der Gemeinschaftshauptschule Hardt am Schulzentrum Vossenbäumchen.
    1969 am 21. August wird aus der ehemaligen Evangelischen Schule das Wilhelm-Kliewer-Heim.
    1981 3.Gründung des Heimat- und Bürgerverein.
    1989 Schließung der Gemeinschaftshauptschule Hardt am Schulzentrum Vossenbäumchen.
    1990 wurde mit der Gesamtschule Hardt die dritte Gesamtschule in Mönchengladbach eröffnet.
    1992 am 13. April löst ein Erdbeben (5,9) den Wetterhahn auf der Kirchturmspitze.
    2002 am 22. Juni wird die Skateranlage am Birkmannsweg eingeweiht.
    2002 am 22. Juli ein erneutes Erdbeben der Stärke 5,0.
    2003 am 15. September startet als Pilotprojekt die Offene Ganztagsschule an der Hardter Grundschule
    2005 am 4. März Einweihung des Altenheimes Katharinenstift.
    2006 am 18. August wird endlich die Mehrzweckhalle an der Gesamtschule eröffnet.
    2007 am 28. Februar pflanzt Umweltminister Eckhard Uhlenberg den letzten Baum der Allee an der Winkelner Straße.
    2008 am 21. Juni wird die Skulptur ZEITBAUM an der Grundschule Hardt eingeweiht.
    2008 am 17. November gründete sich der Förderverein der St. Nikolaus-Bruderschaft.
    2009 seit dem 29. Oktober gehört Hardt durch die Umgestaltung der Bezirke zum neuen Stadtbezirk Nord.
    2010 am 15. Juni findet auf Initiative des Bezirksvorstehers das erste Hardter Gespräch statt, welchem noch einige Hardter Gespräche folgen.
    2010 am 15. Juli werden die Kirchenglocken ausgebaut und abgehangen. Ab Mitte August werden die ehemaligen Glocken aus St. Peter Waldhausen eingebaut.
    2011 am 13. Oktober wird der Verkauf der Hardterwald-Klinik an die Eifelhöhen-Klinik besiegelt.
    2012 im Juli nahm der Herzpark Hardterwald auf dem Gelände der ehemaligen Hardterwald-Klinik den Betrieb auf.
    2013 im Juli zieht das britische Militär aus dem JHQ (ehemaliges NATO-Hauptquartier) ab.
    2014 am 29. August wird aus der bisherigen Förderschule Hardt die Herman van Veen - Schule.
    2015 am 28. Mai wird mit einer Zertifizierungsfeier in Düsseldorf die Gesamtschule in das Excellentnetzwerk MINT SCHULE NRW aufgenommen.
    2015 seit dem Schuljahr 2015/2016 sind die Gesamtschule Hardt und das Gymnasium Rheindahlen Standorte der NRW-Sportschule Mönchengladbach.
    2015 am Oktober findet der Umzug der Herman van Veen - Schule von Hardt nach Wickrath statt.
    2016 im April ziehen erste Flüchtlings-Familien aus verschiedenen Ländern in die ehemalige Förderschule Hardt.
    2016 am 25. und 26, Juni wird mit einer 900-Jahr-Feier das mindestens 900-jährige Bestehen von Hardt gefeiert.
    2016 am 1. August eröffnet in Hardt der dritte Waldkindergarten in Mönchengladbach.
    2016 am 26. November findet mit einem Festakt der Abschluss zur 900-Jahr-Feier statt.
    2016 am 10. Dezember wurde der neue Zaun am Ehrenfriedhof fertiggestellt.
    2017 am 27. Juli wird aus dem bisherigen Kaisers-Markt in Hardt ein neuer EDEKA-Markt.
    2018 am 1. Januar fusioniert die bislang eigenständige evangelische Kirchengemeinde Hardt mit der Friedenskirchengemeinde.
    2018 am 1. Juli werden die Vinzentinerinnen beim Sommerfest im St.Josefshaus und der 150-Jahr-Feier verabschiedet.



    Diese Seite wurde erstellt von Ralf Hennekes.